01. Kurze Antwort
Eine glaubwürdige Prognose für 2035 erfordert langfristige, kumulative Berechnungen und mehr Demut.
Die wichtigste Schlussfolgerung zuerst: Die verlässlichste Prognose für den IBEX 35 im Jahr 2035 ist eine auf harten Fakten basierende Szenario-Spanne, keine unrealistische Ein-Zahlen-Prognose. Der Index schloss am 15. Mai 2026 bei 17.622,70 Punkten, nachdem er im Vormonat zwischen 17.356,10 und 18.484,50 Punkten gehandelt wurde und laut aktuellen Tagesdaten und der zehnjährigen monatlichen Historie in den letzten zehn Jahren eine jährliche Rendite von rund 8,04 % erzielt hat .
Spaniens makroökonomisches Umfeld ist weiterhin günstig, jedoch weniger unbeschwert als die Rallye im Jahr 2025 vermuten ließ. Die BIP-Schätzung des spanischen Statistikamts INE für das erste Quartal 2026 prognostizierte ein Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorquartal und 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Verbraucherpreisindexdaten vom April 2026 wiesen einen Gesamt-VPI von 3,2 %, eine Kerninflation von 2,8 % und einen HVPI von 3,5 % aus. Diese Faktoren begünstigen zwar weiterhin das Gewinnwachstum, machen den Markt aber gleichzeitig anfällig für Zinsschwankungen, Ölpreisentwicklungen und mögliche Schwankungen der Marktführerschaft im Banken- oder Energiesektor.
| Punkt | Warum es wichtig ist |
|---|---|
| Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) über 10 Jahre ist wichtig. | Langfristige Prognosen werden wesentlich besser begründet, wenn sie von der tatsächlichen Zinseszinsentwicklung des Index ausgehen. |
| Der spanische Aktienmarkt ist konzentriert | Eine langfristige Betrachtung des IBEX ist gleichzeitig eine langfristige Betrachtung von Banken, regulierten Netzwerken, Tourismus und führenden Exporteuren. |
| Das Jahr 2035 hängt vom makroökonomischen Umfeld ab. | Der Verlauf könnte bei einem langsameren Produktivitätswachstum ganz anders sein als in einem inflationären Energieumfeld. |
| Die Gesamtrendite ist weiterhin wichtig. | In Spanien ist die Aktienkultur dividendenorientiert, daher sollten reine Kursprognosen moderat und diszipliniert ausfallen. |
Die in diesem Artikel zugrunde gelegte Basisprognose liegt bei 28.000–33.000 Punkten bis 2035. Dies ist kein Kursziel im Sinne von Analysten. Es handelt sich vielmehr um eine realistische Spanne, die davon ausgeht, dass Spanien weiterhin schneller wächst als die Eurozone, Banken und Versorgungsunternehmen eine zentrale Rolle spielen und der Markt nicht die vollständige Multiplikatorexpansion von 2025 wiederholt.
02. Historischer Kontext
Das letzte Jahrzehnt war stark, aber eine Prognose für 2035 sollte sie nicht einfach kopieren und einfügen.
Der IBEX 35 ist Spaniens wichtigster Aktienindex und bildet die 35 liquidesten börsennotierten Aktien des spanischen Marktes ab, gewichtet nach Streubesitz-Marktkapitalisierung, wie die spanische Zentralbank (BME) selbst beschreibt und im aktuellen Factsheet darlegt . Die Zusammensetzung des Index macht deutlich: Er ist kein breit angelegter Indikator für alle spanischen Unternehmen. Es handelt sich um einen konzentrierten Index, der von Banken, Versorgungsunternehmen, Energieunternehmen und einigen international tätigen Konzernen wie Inditex, Iberdrola, Amadeus, Ferrovial und Aena dominiert wird.
| Metrisch | Neueste Lektüre | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Kürzlich geschlossen | 17.622,70 | Die Prognosespannen sollten sich am aktuellen Markt orientieren, nicht an einem alten Höchststand oder einer vagen Erinnerung an den Tiefststand von 2020. |
| 10-Jahres-Startpunkt | 8.163,30 | Die reine Preisreihe beginnt etwa am 31.05.2016, was bei der Schätzung des langfristigen Zinseszinseffekts von Bedeutung ist. |
| 10-Jahres-Preis-CAGR | 8,04 % | Dies ist die stärkste faktische Grundlage für jegliche Szenarioanalysen mit langfristigem Fokus. |
| 10-Jahres-Bereich | 6.452,20-18.360,80 | Der Index hat innerhalb desselben Jahrzehnts bereits tiefe Einbrüche und neue Höchststände durchlaufen. |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des öffentlichen Index | Nicht einheitlich von BME offengelegt | Da verschiedene Anbieter unterschiedliche Snapshots veröffentlichen, vermeidet dieser Artikel die Festlegung einer Konsenszahl ohne eine Tabelle des primären Indexanbieters. |
| Besonderheit | Neueste öffentliche Erkenntnisse | Interpretation |
|---|---|---|
| Top-Sektor | Finanzdienstleistungen mit 36,34 % des Indexgewichts | Banken bleiben der wichtigste Faktor für das Beta des Index. |
| zweitgrößter Sektor | Öl und Energie bei 20,04 % | Versorger und Energieunternehmen verleihen dem Benchmark nach wie vor ein anderes Profil als dem DAX oder dem Nasdaq. |
| Die vier höchsten Gewichte | Santander 16,99 %, Iberdrola 13,93 %, BBVA 13,05 %, Inditex 11,91 % | Eine kleine Führungsgruppe kann die Ergebnisse sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsphasen dominieren. |
| Einkommensprofil | Laut BME zahlten börsennotierte Unternehmen im Jahr 2025 Dividenden in Höhe von 37,7 Milliarden Euro. | In Spanien ist die Gesamtrendite wichtiger als die Rendite auf den Aktienkurs allein. |
Der historische Kontext ist konstruktiver, als Spanien-Skeptiker oft zugeben. Laut dem Marktbericht der BME vom 17. Dezember 2025 legte der IBEX bis November um rund 41 % zu und kletterte bis zum vorherigen Handelsschluss um fast 46 %, nachdem er historische Höchststände überschritten und die Marke von 17.000 Punkten erreicht hatte. Diese Entwicklung war nicht allein auf spekulative Technologieaktien zurückzuführen. Sie wurde auch von Banken, Dividenden und einer besser als befürchteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung getragen. Die Geschichte ist relevant, weil sie zeigt, dass der Index deutlich steigen kann, wenn Wirtschaftswachstum im Inland, Bankprofitabilität und Kapitalrendite im Einklang stehen.
Die entscheidende Frage für 2035 ist, ob die nächsten neun Jahre eine ähnliche jährliche Rendite wie die 8,04 % des vorherigen Jahrzehnts erzielen können. Das ist möglich, aber nach einer Phase, die bereits eine starke Neubewertung beinhaltete, eine gewagte Annahme. Langfristig orientierte Anleger sollten daher in Zinseszinsbändern denken, nicht in kurzfristigen Kurszielen.
| Anker | Aktuelle Erkenntnisse | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Startlevel | 17.622,70 | Ein höherer Ausgangspunkt erhöht die Hürde für zukünftige prozentuale Renditen. |
| 10-Jahres-CAGR | 8,04 % | Eine Fortsetzung des durchschnittlichen jährlichen Wachstums bis 2035 würde einen wesentlich höheren Indexwert bedeuten, dies sollte jedoch als Aufwärts-Benchmark und nicht als Basisszenario betrachtet werden. |
| Dividendenkultur | BME meldete für 2025 Dividendenzahlungen in Höhe von 37,7 Milliarden Euro. | Ein wesentlicher Teil der langfristigen Rendite dürfte eher durch Erträge als durch eine Ausweitung der Indexmultiplikatoren erzielt werden. |
| Makro-Baseline | OECD und IWF sehen beide ein positives, aber sich abschwächendes Wachstum. | Die aktuelle Ausgangslage spricht für eine fortgesetzte Zinseszinswirkung, nicht aber für eine ungebremste Beschleunigung. |
03. Haupttreiber
Der Weg bis 2035 wird von fünf Strukturthemen bestimmt.
1. Spanien wächst immer noch schneller als viele andere europäische Länder.
Die OECD prognostiziert für Spanien ein verlangsamtes BIP-Wachstum von 2,9 % im Jahr 2025 auf 2,2 % im Jahr 2026 und 1,8 % im Jahr 2027. Der IWF ist in seiner Prognose vom 20. März 2026 etwas vorsichtiger und geht von einem Wachstum von rund 2,1 % im Jahr 2026 und 1,8 % im Jahr 2027 aus. Ungeachtet dessen herrscht Einigkeit darüber, dass sich Spanien nicht in einer Rezession befindet. Dies ist von Bedeutung, da der IBEX-Index üblicherweise am stärksten unter Druck gerät, wenn Wachstum und Bankprofitabilität gleichzeitig nachlassen.
2. Inflation und Zinssätze prägen weiterhin den Multiplikator.
Die April-Veröffentlichung des INE zeigte, dass sich die Inflation nach dem Anstieg im März zwar abgeschwächt hatte, aber noch nicht vollständig unter Kontrolle war. Der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) lag bei 3,2 %, die Kerninflation bei 2,8 % und der HVPI bei 3,5 %. Das bedeutet, dass der Markt die Anleiherenditen weiterhin berücksichtigen muss, auch wenn die Wachstumsaussichten besser sind als in weiten Teilen der Eurozone.
3. Banken sind nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Benchmarks.
Laut BME-Factsheet machen Finanzdienstleistungen 36,34 % des IBEX 35 aus. Santander, BBVA, CaixaBank, Sabadell, Bankinter und Unicaja sind nicht nur Bestandteil des Index. Sie sind der Hauptgrund dafür, dass der Index überdurchschnittlich abschneiden kann, solange die Zinsen hoch genug bleiben, um die Margen zu schützen und die Wirtschaft einen Kreditschock vermeidet. Gleichzeitig sind sie aber auch der Hauptgrund für ein mögliches Einbrechen des Index, wenn das Wachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt oder die Staatsverschuldung steigt.
4. Versorger und Energieunternehmen machen den Markt defensiver, aber gleichzeitig empfindlicher gegenüber Ölpreisschwankungen.
Iberdrola, Repsol, Endesa, Naturgy, Enagas, Redeia und Acciona Energia verleihen dem Index eine größere Präsenz im Energie- und Infrastruktursektor, als viele globale Investoren erwarten. Dies stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Kursverlusten in bestimmten Phasen, bedeutet aber auch, dass höhere Ölpreise oder politische Schocks den Benchmark sowohl negativ als auch negativ beeinflussen können.
5. Die globale Präsenz ist nach wie vor wichtiger, als viele nationale Darstellungen zugeben.
Inditex, Ferrovial, Amadeus, Aena, IAG und Telefónica sind allesamt von grenzüberschreitender Nachfrage, Tourismus, Investitionsausgaben oder Unternehmensausgaben abhängig. Der IBEX ist zwar spanisch, aber nicht rein lokal. Daher können makroökonomische Signale aus der Eurozone, den USA, den Ölmärkten und Investitionen in KI einen Markt bewegen, den viele immer noch als reinen Binnenmarkt betrachten.
| Faktor | Aktuelle Erkenntnisse | Aktuelle Bewertung | Voreingenommenheit |
|---|---|---|---|
| Spanisches Wachstum | Das BIP im ersten Quartal 2026 betrug +0,6 % gegenüber dem Vorquartal und +2,7 % gegenüber dem Vorjahr. | Weiterhin expansiv, aber langsamer als im stärksten Tempo von 2024. | Aufwärts bis neutral |
| Inflation | VPI April 2026 3,2 %; Kern 2,8 %; HVPI 3,5 % | Immer noch so klebrig, dass es für Zinssätze und Multiplikatoren relevant ist. | Neutral |
| Arbeitsmarkt | Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2026: 10,83 %; Beschäftigung: 22,293 Millionen | Eine robuste Arbeitskräftenachfrage stützt den Konsum und die Banken. | Bullisch |
| Fiskalischer Pfad | OECD, IWF und EU sehen zwar ein sinkendes Defizit, aber immer noch ein über dem Bilanzgleichgewicht liegendes Defizit. | Verbesserung, aber noch nicht vollständig behoben | Neutral |
| Sektorkonzentration | Banken und Energie bleiben dominant. | Hilfreich in einem reflationären Umfeld, riskant bei einem Rückgang der Ölpreise oder Zinsen. | Zweiseitig |
6. Strukturreformen und Produktivität sind über einen Zeitraum von neun Jahren wichtiger als über neun Monate.
Die OECD-Studie zur Wettbewerbsfähigkeit Spaniens und die Anmerkung des IWF zu Artikel IV betonen beide denselben grundlegenden Punkt: Höhere langfristige Renditen hängen von Produktivität, Investitionsqualität, regulatorischer Effizienz und fiskalischer Glaubwürdigkeit ab. Diese Faktoren verändern sich nicht quartalsweise, sind aber mit Blick auf das Jahr 2035 von enormer Bedeutung.
04. Institutionelle Prognosen und Analystenmeinungen
Öffentliche Institutionen liefern genügend Daten, um einen disziplinierten Prognosekegel für 2035 zu erstellen.
Die institutionelle Betrachtungsweise ist konstruktiv, aber nicht einseitig. Laut OECD dürfte Spanien, gestützt durch Beschäftigung, Reallohnsteigerungen und Investitionen, auch bei einer sich abschwächenden Wachstumsdynamik weiterhin schneller wachsen als viele vergleichbare Länder. Der IWF betont, dass die Binnennachfrage nach wie vor der wichtigste Wachstumsmotor ist, warnt aber gleichzeitig vor möglichen Komplikationen durch geopolitische Konflikte, Ölpreise und politische Fragmentierung. Die Europäische Kommission erwartet, dass das Haushaltsdefizit von 2,5 % des BIP im Jahr 2025 auf 2,1 % in den Jahren 2026 und 2027 sinkt und die Schuldenquote 2026 unter 100 % fällt. Auch die Prognose der spanischen Zentralbank (Banco de España) für das Jahr 2026 deutet auf ein langsameres, aber weiterhin positives Wachstum und eine nach wie vor beherrschbare Inflation hin.
| Quelle | Neueste öffentliche Mitteilung | Warum das für den IBEX wichtig ist |
|---|---|---|
| OECD | Das Wachstum dürfte sich bis 2026 auf 2,2 % und bis 2027 auf 1,8 % abschwächen; die Inflation bis 2026 auf 2,3 %. | Konstruktiv für den Gewinn, aber nicht euphorisch für die Multiplikatoren. |
| IWF | Wachstum bis 2026 rund 2,1 %; Gesamtinflation Ende 2026 rund 3,0 % | Unterstützt die These einer sanften Landung, lässt aber das makroökonomische Risiko bestehen. |
| Europäische Kommission | Für 2026 und 2027 wird ein Defizit von 2,1 % des BIP erwartet, die Verschuldung soll im nächsten Jahr unter 100 % liegen. | Das trägt zur Argumentation über das Länderrisiko bei, was für spanische Banken von Bedeutung ist. |
| Banco de España | Quartalsbericht und Makroprognosen heben ein langsameres Wachstum und anhaltende externe Risiken hervor. | Bestätigt, dass der Basisfall die Elastizität ist, nicht die Beschleunigung ohne Reibung. |
Für 2035 geht es in den institutionellen Prognosen nicht um exakte Indexziele. Vielmehr geht es darum, ob Spanien seinen relativen Wachstumsvorsprung verteidigen, das fiskalische Risiko weiter reduzieren und Digitalisierung, Energiewende und Infrastrukturinvestitionen in nachhaltigere Ertragskraft umwandeln kann. Deshalb ist der langfristige Prognosekegel hier breiter als der für 2030.
05. Bullen-, Bären- und Basisszenario
Der Risikokegel für 2035 sollte breit angelegt sein, da sich das Risiko durch den Zinseszinseffekt kumulativ erhöht.
Bullisches Szenario
Das optimistische Szenario sieht einen Kursanstieg von 35.000 bis 40.000 Punkten bis 2035 mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % vor. Es basiert auf der Annahme, dass Spanien weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zum Euroraum erzielt, das Bankensystem profitabel bleibt und keine Kreditkrise eintritt, und dass Investitionen in Energie und Stromnetze weiterhin den stark auf Versorgungsunternehmen ausgerichteten Teil des Referenzindex belohnen. Dieses Szenario sollte jährlich überprüft werden, da eine Neun-Jahres-These zwar Marktschwankungen abfedern kann, aber nicht wiederholte makroökonomische Herabstufungen.
Basisszenario
Das Basisszenario geht von 28.000 bis 33.000 bis 2035 aus , mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 %. Diese Spanne basiert auf der Annahme eines langsameren Preiswachstums als im vorherigen Jahrzehnt, berücksichtigt aber dennoch, dass ein Referenzwert von 17.622,70 durchaus steigen kann, sofern Spanien weiterhin positives nominales Wachstum und stabile Unternehmensrenditen erzielt.
Bärisches Szenario
Das pessimistische Szenario sieht einen Kursanstieg auf 19.000 bis 23.000 bis 2035 mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 % vor. Dafür sind längere Phasen mit Energieengpässen, politischen Enttäuschungen, schwächerem Kreditwachstum und geringen Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung oder Infrastrukturinvestitionen erforderlich. Das Risiko besteht nicht darin, dass das spanische Wachstum vollständig zum Erliegen kommt. Das Risiko besteht vielmehr darin, dass die kapitalintensiven Sektoren des Marktes keine höhere Bewertung mehr verdienen.
| Szenario | Reichweite | Wahrscheinlichkeit | Erforderliche Bedingungen |
|---|---|---|---|
| Stier | 35.000–40.000 | 20 % | Strukturelle Produktivitätssteigerungen, ein stabiles Bankensystem und eine anhaltend starke Kapitalrendite. |
| Base | 28.000–33.000 | 50% | Mäßiger Zinseszinseffekt, langsameres, aber positives BIP-Wachstum und keine größeren fiskalischen Zwischenfälle. |
| Tragen | 19.000–23.000 | 30 % | Wiederholte Inflationsschocks, schwächere Rentabilität des Bankensektors und geringe Renditen langfristiger Anlagestrategien. |
| Pfad bis 2035 | Geschätzte Wahrscheinlichkeit | Interpretation |
|---|---|---|
| Höher als das aktuelle Niveau | 70 % | Der langfristige Zinseszinseffekt und das Dividendenprofil Spaniens sprechen weiterhin für ein höheres Niveau über neun Jahre. |
| Niedriger als das aktuelle Niveau | 10% | Ein niedrigeres Niveau im Jahr 2035 erfordert wahrscheinlich einen gravierenden Einbruch sowohl des Wachstums als auch der Rentabilität des Sektors. |
| Im Großen und Ganzen seitwärts oder nur geringfügig höher | 20 % | Möglich, wenn der größte Teil der Rendite aus Dividenden und nicht aus großen Kursgewinnen resultiert. |
Zu beachtende Risiken
Die Liste der langfristigen Risiken basiert auf den gleichen aktuellen Daten: Die Inflation ist noch nicht vollständig bekämpft, die Arbeitslosigkeit liegt weiterhin über 10 % und der Leitindex bleibt konzentriert. Hinzu kommen die Reformmüdigkeit und die Volatilität des globalen Energiemarktes, wodurch der breite Risikokegel gerechtfertigt wird.
Was könnte die Prognose ungültig machen?
Diese Spanne für 2035 wäre zu niedrig, wenn Spaniens Energie-, Netzwerk-, Tourismus- und Digitalisierungszyklus zu einer strukturellen Gewinnsteigerung führen würde. Sie wäre zu hoch, wenn die Abhängigkeit des Referenzwertes von Banken und regulierter Energie in einem schwächeren makroökonomischen Umfeld zu einer Bewertungsbelastung würde.
Abschluss
Der IBEX 35 kann bis 2035 durchaus deutlich höher liegen, aber nur, wenn die Anleger respektieren, was tatsächlich die Hauptlast trägt: Banken, Versorgungsunternehmen, Dividenden und Spaniens Fähigkeit, seinen relativen Wachstumsvorteil innerhalb Europas zu bewahren.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Forschungs- und Informationszwecken. Die Prognosen für langfristige Szenarien basieren auf Einschätzungen anhand öffentlich zugänglicher Informationen und stellen keine Garantien oder persönliche Anlageberatung dar.
06. Investorenpositionierung
Leser mit einem langen und einem kurzen Anlagehorizont sollten sich nicht gleich verhalten.
| Investorenprofil | Vorsichtige Herangehensweise | Was zu überwachen ist |
|---|---|---|
| Der Investor ist bereits im Gewinn | Das Kernengagement beibehalten, bei zu hoher Bankenkonzentration reduzieren und das Portfolio neu ausrichten, anstatt neuen Höchstständen hinterherzujagen. | Anleiherenditen, Prognosen der Banken und die Frage, ob sich die Führungsrolle über die obersten Finanzinstitute hinaus erweitert. |
| Der Investor befindet sich derzeit im Verlust | Bevor Sie Ihren Durchschnittspreis senken, sollten Sie Ihre Einstiegsthese erneut prüfen; eine These über Spanien ist nur dann gültig, wenn Wachstum und Bankprofitabilität weiterhin gegeben sind. | Konjunkturelle Abschwächung, Ölpreisschocks und jegliche Verschlechterung der Prognosen für Staatsanleihen-Spreads. |
| Investor ohne Position | Warten Sie entweder auf einen Kursrückgang oder auf deutlichere Anzeichen einer Verbesserung der Gewinnbreite und stocken Sie dann schrittweise auf. | Bewertungsdisziplin, Unterstützungsniveaus und Makroveröffentlichungen von INE, OECD und Banco de España. |
| Händler | Respektieren Sie die Volatilität, vermeiden Sie überdimensionierte Richtungswetten und setzen Sie Stop-Loss-Orders diszipliniert im Umfeld von Zentralbank-, Öl- und Banknachrichten ein. | Kurzfristige Dynamik, Sektorrotation und Risiken durch geopolitische Ereignisse. |
| Langfristiger Investor | Der Cost-Average-Effekt ist besser zu rechtfertigen als der Versuch, jede makroökonomische Schwankung vorherzusagen, aber nur dann, wenn die Rolle von Banken und Versorgungsunternehmen zum Portfolio passt. | Nachhaltigkeit der Dividenden, Entwicklung des realen BIP und die Frage, ob sich die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit Spaniens weiter verbessert. |
| Risikohemmender Investor | Nutzen Sie den IBEX eher als Diversifizierungsinstrument denn als reinen Wachstumsmotor und kombinieren Sie ihn mit Vermögenswerten, die sich anders verhalten, wenn die Ölpreise oder die europäischen Zinssätze steigen. | Korrelationsverschiebungen treten bei Stress und jedem Anstieg der energiebedingten Inflation auf. |
07. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Antworten auf häufige Fragen zur Suchintention im Jahr 2035
Was müsste geschehen, damit der IBEX bis 2035 deutlich höher liegt?
Der optimistische Weg erfordert jahrelange Zinseszinseffekte von Banken, Versorgungsunternehmen, Reisebranche und großen Exporteuren sowie ein makroökonomisches Umfeld, das den Bewertungsfaktor nicht immer wieder nach unten korrigiert.
Warum liegt das Bärenmarkt-Szenario für 2035 immer noch über einigen älteren Zyklustiefs?
Weil Spaniens Wirtschaft, Marktstruktur und nominale Einkommensbasis allesamt größer sind als in früheren Krisen. Ein langfristiges Baisse-Szenario muss nicht zwangsläufig eine vollständige Rückkehr zum Niveau der Pandemiezeit bedeuten.
Sollten sich langfristige Anleger mehr auf die Gesamtrendite als auf die Kursrendite konzentrieren?
Ja. Der spanische Aktienmarkt hat eine stärkere Dividendenkultur als viele US-Benchmarks, daher unterschätzen reine Kursprognosen die tatsächliche Gesamtrendite.
08. Quellen
In diesem Artikel verwendete primäre und hochgradig glaubwürdige Quellen
- Yahoo Finance Chart-API für ^IBEX, 10-Jahres-Monatsverlauf
- Yahoo Finance Chart-API für ^IBEX, aktuelle Tagesschlusskurse
- BME IBEX 35 Datenblatt
- BME-Erklärung zum IBEX 35
- BME-Marktbericht vom 17. Dezember 2025 über das Rekordjahr der IBEX.
- INE-BIP-Schnellschätzung für das erste Quartal 2026
- INE-Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex und des HVPI im April 2026
- Neueste Daten der INE-Arbeitskräfteerhebung
- Seite mit makroökonomischen Prognosen der Banco de Espana für März 2026
- Finanzstabilitätsbericht der Banco de España, Frühjahr 2026
- OECD-Wirtschaftsüberblick Spanien
- IWF 20. März 2026 Spanien Artikel IV Mission Statement
- Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission für Spanien