SIE-Analyse: Prognose bis 2030 und langfristiger Branchenausblick

Siemens wird zunehmend als digitale Industrieplattform und nicht mehr nur als diversifizierter europäischer Hersteller bewertet. Für einen Ausblick bis 2030 müssen die Erholung der Automatisierung, die Nachfrage nach Elektrifizierung, der jährliche wiederkehrende Umsatz (ARR) von Software und industrielle KI gegen die Bewertung und das Konjunkturrisiko abgewogen werden.

Aktueller Preis von SIE

271,60 EUR

Letzter Schlusskurs der FRA:SIE-Aktie: 14. Mai 2026

10-Jahres-Startpunkt

EUR 64,36

Monatlich bereinigter Preis für Mai 2016 aus der Digrin-Historie

10-Jahres-CAGR

15,49 %

Preisbezogene durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) basierend auf historischen Daten von Mai 2016 bis Mai 2026

Basisfall

340–420 EUR

Die redaktionellen Szenarien basieren auf den jüngsten Preisentwicklungen, dem Wachstum von Industriesoftware, der Elektrifizierung und dem 10-jährigen Zinseszinskontext.

01. Kurze Antwort

Die vernünftigste Siemens-Prognose für 2030 bleibt konstruktiv, erfordert aber dennoch zyklische Bescheidenheit.

Eine rationale Siemens-Prognose für 2030 basiert auf einem aktuellen Aktienkurs von rund 271,60 EUR, einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 15,49 % über zehn Jahre und einem Geschäftsprofil, das heute Industrieautomation, Elektrifizierung, Schienenverkehr und Software umfasst. Die verfügbaren Daten legen nahe, dass ein Basisszenario von rund 340 bis 420 EUR für 2030 vertretbar ist, sofern die Smart Infrastructure weiterhin stark bleibt und sich die Digital Industries ohne einen erneuten starken Abschwung im Automatisierungsbereich verbessern.

Illustrative Grafik für den Leitartikel: Die realistischste Siemens-Prognose für 2030 bleibt konstruktiv, erfordert aber dennoch zyklische Bescheidenheit.
Visualisierung eines Szenarios, keine Prognose: Diese Grafik stellt Siemens in den Kontext von Industriesoftware, Automatisierungserholung, Elektrifizierungsbedarf, Kapitalallokation und langfristigen Optionen für industrielle KI.
Wichtigste Erkenntnisse
Punkt Warum es wichtig ist
Siemens verdient nun eine hybride Industrie-Software-AnalyseSiemens wird heute nicht mehr nach den Kriterien der alten Wirtschaft, sondern nach einer Mischung aus Industrie- und Softwarelogik gehandelt.
Elektrifizierung und Automatisierung spielen beide eine wichtige Rolle für die Entwicklung im Jahr 2030.Automatisierung, Elektrifizierung und industrielle KI sind die Haupttreiber für die langfristige Neubewertung.
Die Qualität des Portfolios kann helfen, aber die Bewertung spielt dennoch eine wichtige Rolle.Die operative Umsetzung in den einzelnen Geschäftsbereichen und die Kapitalallokation spielen nach wie vor eine wichtige Rolle, da Siemens ein komplexer Unternehmensmix ist.
Eine auf Spannweiten basierende Prognose ist glaubwürdiger als ein Versprechen mit nur einer Zahl.Bei einem zyklischen Large-Cap-Industrieunternehmen sind breite Spannen besser zu rechtfertigen als eine einzelne präzise Zahl.

02. Historischer Kontext

Siemens ist nicht mehr nur ein diversifizierter Industriekonzern. Die Aktienstory dreht sich zunehmend um Software, Elektrifizierung, Automatisierung und industrielle KI.

Die Siemens-Aktie stieg von rund 64,36 EUR im Mai 2016 auf zuletzt 271,60 EUR am 14. Mai 2026, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 15,49 % über 10 Jahre entspricht. Dies ist ein starkes Langzeitergebnis für ein großes europäisches Industrieunternehmen und verdeutlicht, warum jede seriöse Siemens-Prognose sowohl die Qualität des Geschäftsmodells als auch das Risiko einer Überbewertung berücksichtigen muss. Die historische Entwicklung zeigt, dass sich Siemens von einem breit aufgestellten Mischkonzern zu einer fokussierteren, digital-industriellen Plattform mit bedeutenden Schwerpunkten in den Bereichen Fabriksoftware, Schienenverkehr, Gebäudeelektrifizierung und Rechenzentrumstechnik entwickelt hat.

Das aktuelle Marktumfeld ist deutlich günstiger als noch vor einigen Jahren. Die offiziellen Veröffentlichungen für das erste und zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 wiesen einen Rekordauftragsbestand, ein zweistelliges Auftragswachstum im Bereich Smart Infrastructure, eine steigende Nachfrage nach Automatisierung in der Digitalindustrie sowie eine wachsende jährliche Umsatzbasis im Softwarebereich aus. Gleichzeitig ist Siemens nicht risikofrei. Der Bereich Mobility stand im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 unter Druck durch Zölle, und Reuters berichtete im März 2026, dass das Management eine Umstrukturierung der Geschäftsbereiche erwägt. Genau diese Kombination aus operativer Stärke und strukturellem Wandel macht eine auf Spannen basierende Prognose glaubwürdiger als ein einzelnes, ambitioniertes Ziel.

Aktuelle Marktübersicht
Metrisch Aktuelle offizielle Messwerte Warum es wichtig ist
Aufträge im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2026 24,1 Mrd. EUR, ein Plus von 18 % auf vergleichbarer Basis Das starke Auftragswachstum trägt zur künftigen Umsatzprognose bei und untermauert die aktuelle Neubewertung.
Auftragsbestand im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2026 Rekordhoch bei 124 Milliarden Euro Der Auftragsbestand verleiht Siemens mehr Widerstandsfähigkeit als ein reiner Name für Kurzzyklusautomatisierung.
ARR für Software im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2026 5,5 Mrd. EUR, ein Plus von 11 % Kontinuierliches Softwarewachstum unterstützt im Laufe der Zeit einen qualitativ hochwertigeren Ertragsmix.
Freier Cashflow im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2026 1,7 Mrd. EUR auf Konzernebene Die Cash-Conversion ist wichtig, weil Siemens ein Gleichgewicht zwischen Aktienrückkäufen, Fusionen und Übernahmen sowie KI-Investitionen sucht.
Warum verhält sich Siemens anders als ein reiner Industrie- oder ein reiner Softwarekonzern?
Besonderheit Siemens-Implikation Prognoseeffekt
Große industrielle installierte Basis Die Auseinandersetzung mit Automatisierung, Schienenverkehr, Gebäuden und Elektrifizierung verleiht Breite und Widerstandsfähigkeit. Unterstützt das Basisszenario, kann aber kurzfristiges Aufwärtspotenzial begrenzen, wenn die gesamtwirtschaftliche Industrienachfrage nachlässt.
Wachsender Mix aus Software und ARR Xcelerator, Altair und digitale Dienstleistungen verbessern die Qualität der wiederkehrenden Einnahmen Kann ein besseres Multiplikator als vergleichbare Industrieunternehmen älterer Zyklen rechtfertigen
Optionen für industrielle KI KI kann Design, Simulation, Automatisierung und Wirtschaftlichkeit von Arbeitsabläufen verbessern. Stärkt die langfristigen Aussichten, aber nur, wenn eine Monetarisierung sichtbar wird.
Flexibilität bei der Kapitalallokation Aktienrückkäufe und Portfolioanpassungen können die Rendite stützen, bergen aber auch Integrations- und Ausführungsrisiken. Die Szenariobereiche sollten sowohl operative als auch Kapitalallokationsergebnisse umfassen.

03. Haupttreiber

Fünf Faktoren werden die Siemens-Aktie in den nächsten Jahren voraussichtlich maßgeblich beeinflussen.

1. Die Digitalindustrie muss beweisen, dass der Aufschwung der Automatisierung real ist.

Offizielle Ergebnisse für das erste und zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigten ein stärkeres Auftragsvolumen, eine verbesserte Softwareentwicklung und eine höhere Profitabilität im Bereich Digitalindustrie. HSBC argumentierte Ende April 2026, dass die steigende Nachfrage nach industrieller Automatisierung und die sogenannte physische KI das Gewinnwachstum ankurbeln könnten. Dies stützt die optimistische Prognose, doch Anleger benötigen weiterhin Beweise für eine nachhaltige Erholung und nicht nur für einen kurzfristigen Lageraufbau.

2. Intelligente Infrastruktur spielt eine zunehmend zentrale Rolle im Ertragsmix.

Smart Infrastructure erzielte im ersten und zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Rekordaufträge, gestützt durch die Nachfrage nach Elektrifizierung und Rechenzentren. Dies ist von Bedeutung, da Siemens dadurch an einem der stabilsten Investitionsthemen der globalen Industrie beteiligt ist. Sollten Elektrifizierung und Rechenzentrumsausbau weiterhin stark bleiben, kann Smart Infrastructure auch bei uneinheitlicher Fabrikautomatisierung weiterhin die Basisprognose bilden.

3. Softwareübernahmen müssen sich in einer höheren Qualität niederschlagen.

Altair erweiterte Siemens im Bereich Simulation und industrielle KI, während Dotmatics die Softwarepalette auf die Forschung und Entwicklung im Bereich der Biowissenschaften ausdehnte. Diese Transaktionen sind strategisch schlüssig, doch große Softwareübernahmen nützen Aktionären nur dann, wenn sie die wiederkehrenden Umsätze, die Cross-Selling-Potenziale und die Margenqualität so weit verbessern, dass eine langfristige Bewertung gerechtfertigt ist. Die verfügbaren Daten deuten auf eine Verbesserung hin, die Sachlage ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

4. Industrielle KI könnte den Wettbewerbsvorteil vergrößern, aber der Markt wird nach Beweisen suchen.

Siemens nutzte die CES 2026 und die Hannover Messe 2026, um sich als führendes Unternehmen im Bereich industrieller KI, digitaler Zwillinge und deren Implementierung in der realen Welt zu positionieren. Diese Darstellung ist glaubwürdig, da das Unternehmen über eine reale Automatisierungsinfrastruktur verfügt und nicht nur Software-Demos präsentiert. Dennoch sollten Anleger zwischen technischem Fortschritt und der Monetarisierung am Aktienmarkt unterscheiden. Die Aktie profitiert am meisten, wenn KI Durchsatz, Auftragsbestand, wiederkehrende Umsätze mit Software und Kundenbindung verbessert.

5. Organisations- und Makrorisiken spielen weiterhin eine Rolle.

Reuters berichtete im März 2026, dass Siemens eine Umstrukturierung der Geschäftsbereiche Digital Industries und Smart Infrastructure erwägt. Selbst wenn die langfristige Strategie unverändert bleibt, können Umstrukturierungen vorübergehende Reibungsverluste verursachen. Zudem belasteten Zölle den Bereich Mobility bereits im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Daher ist die Indizienlage zwar ausreichend für eine konstruktive Einschätzung, aber nicht ausreichend für Selbstzufriedenheit.

04. Institutionelle Prognosen und Analystenmeinungen

Die einfachste Methode, eine Siemens-Prognose zu erstellen, besteht darin, aktuelle Kursdaten, die 10-jährige Zinseszinsentwicklung, offizielle Auftragstrends und den Kontext externer Analysten zu kombinieren.

Würde Siemens wie ein träges Industrieunternehmen gehandelt, erschiene der jüngste Kurs von rund 271,60 EUR bereits hoch. Doch die Aktie wird nicht mehr allein nach traditionellen Industriekriterien gehandelt. Der Markt bewertet einen Geschäftsmix, der Software, wiederkehrende Einnahmen, Elektrifizierung, Schienenverkehr und zunehmend auch industrielle KI umfasst. Daher ist es sinnvoller, ein auf operativen Daten basierendes Rahmenwerk zu verwenden, anstatt isolierte Kursziele ohne Kontext zu wiederholen.

Evidenzgrundlage für den Siemens-Ausblick
Quelle Was es aussagt Auswirkungen für Siemens
Offizielle Ergebnisse des 2. Quartals des Geschäftsjahres 2026 Die Auftragseingänge stiegen um 18 %, der Auftragsbestand erreichte 124 Milliarden Euro und der jährliche wiederkehrende Umsatz (ARR) im Softwarebereich lag bei 5,5 Milliarden Euro. Unterstützt ein konstruktives mittelfristiges Basisszenario, da die Aktie durch eine reale operative Dynamik gestützt wird.
Offizielle Ergebnisse des 1. Quartals des Geschäftsjahres 2026 Der Bereich Smart Infrastructure verzeichnete Rekordaufträge, und der Bereich Digital Industries wies verbesserte Umsatz- und Margenentwicklungen auf. Dies deutet darauf hin, dass sich der Industriezyklus bereits vor dem letzten Quartal verbesserte, nicht nur währenddessen.
Jahresbericht 2025 Siemens erwirtschaftete einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und setzte den Wandel hin zu einem One-Tech-Company-Modell fort. Bestätigt die These, dass die Qualität des Portfolios und nicht nur dessen reine Größe die Neubewertung antreibt.
HSBC-Notiz vom 28. April 2026 Der Broker stufte Siemens auf „Kaufen“ hoch und erhöhte das Kursziel aufgrund der steigenden Nachfrage nach industrieller Automatisierung auf 300 Euro. Dies zeigt, dass zumindest einige institutionelle Analysten weiteres Aufwärtspotenzial sehen, falls sich DI erholt und SI stark bleibt.
KI- und digitale Zwillings-Veröffentlichungen Siemens baut Xcelerator, industrielle Copiloten und das mit NVIDIA verbundene KI-Betriebssystem weiter aus. KI stärkt zwar die positive Einschätzung, aber hauptsächlich als Hebel für langfristige Renditen und Softwarequalität und weniger als kurzfristiger Hype.

05. Szenarien

Bullen-, Bären- und Basisszenario für Siemens

Szenariomatrix für Siemens im Jahr 2030
SzenarioReichweiteWas würde es wahrscheinlich antreiben?Redaktionelle Wahrscheinlichkeit
Stier420–540 EURDie Automatisierung erholt sich reibungslos, die Elektrifizierung bleibt stark, der jährliche wiederkehrende Umsatz mit Software steigt weiter und KI verbessert die Ertragsqualität.28 %
Base340–420 EURSiemens wächst stetig durch die Abarbeitung des Auftragsbestands, die Stärkung der intelligenten Infrastruktur und einen sich stetig verbessernden Softwaremix.47%
Tragen240 bis 340 EuroDie Digitalbranche schwächt sich erneut ab, die Margen sinken oder der Markt stuft die Aktie auf ein niedrigeres Branchenmultiplikator herab.25 %
Wahrscheinlichkeitstabelle
ErgebnisWahrscheinlichkeitInterpretation
Aufstand46 %Plausibel, wenn Siemens seine Strategie in den Bereichen Software, Elektrifizierung und Automatisierung ohne größere makroökonomische Schocks fortsetzt.
Fallend21 %Dennoch von Bedeutung, da sich sowohl Industrie- als auch Bewertungszyklen schnell umkehren können.
Seitwärtsbewegung33 %Ein realistischer Weg, wenn sich die Geschäftstätigkeit verbessert, aber ein Großteil dieses Fortschritts ist bereits im Aktienkurs eingepreist.

06. Investorenpositionierung

Wie verschiedene Investoren reagieren könnten

Anlegerpositionierungstabelle
Anlegertyp Vorsichtige Haltung Warum
Der Investor ist bereits im Gewinn Halten Sie eine Kernposition, erwägen Sie jedoch eine Reduzierung, falls die Investitionen in Industrie und Software zu konzentriert sind. Siemens bietet Qualität, aber die Aktie ist nach einem starken mehrjährigen Aufschwung nicht mehr offensichtlich günstig.
Der Investor befindet sich derzeit im Verlust Die Thesen zu Auftragsrückstand, digitalen Industrien und intelligenter Infrastruktur sollten neu bewertet werden, anstatt nur auf Preisänderungen zu reagieren. Die entscheidende Frage ist, ob sich der operative Mix verbessert, nicht, ob die Aktie einige Wochen lang volatil war.
Investor ohne Position Setzen Sie auf gestaffelte Einstiege und vermeiden Sie es, auf Schlagzeilen zum Thema KI oder starke Kurslücken nach Gewinnmitteilungen zu reagieren. Siemens kann zwar noch weiter steigen, aber bessere Einstiegschancen ergeben sich oft, wenn sich die Stimmung in der Industrie abkühlt.
Händler Setzen Sie Stop-Loss-Orders ein und beobachten Sie DI-Aufträge, SI-Margen, Kommentare zum Thema Mobilität und Schlagzeilen zu Umstrukturierungen. Kurzfristige Entwicklungen können die Kommentare innerhalb der einzelnen Divisionen schneller beeinflussen als die langfristige These.
Langfristiger Investor Fokus auf Auftragsbestand, ARR, Elektrifizierung, Softwaremix und KI-Monetarisierung; Dollar-Cost-Averaging kann sinnvoll sein Die langfristige Siemens-Strategie eignet sich am besten für geduldige Anleger, die zyklische und hybride Softwareunternehmen verstehen.
Hedging-orientierter Investor Nutzen Sie Siemens als Teil eines diversifizierten europäischen Industrieportfolios und nicht als eigenständige Absicherung. Es ist widerstandsfähiger als viele zyklische Branchen, aber dennoch anfällig für makroökonomische Entwicklungen, Investitionsausgaben und Bewertungsschwankungen.

07. Zu beachtende Risiken

Was könnte die Aussichten schnell ändern?

Die Hauptrisiken im Jahr 2030 sind eine schwächere Erholung der Automatisierung als erwartet, Margendruck durch Zölle oder Umstrukturierungen sowie eine langsamere Verbesserung des wiederkehrenden Software-Mixes als von den Anlegern derzeit erwartet.

Was würde diese Prognose ungültig machen?
Mögliche Ungültigerklärung Warum es wichtig ist
Die Digitalindustrie verzeichnet einen stärkeren Automatisierungsaufschwung als erwartet.Dies würde die positive Prognose stärken, indem nachgewiesen wird, dass sich die Qualität der Gewinne schneller verbessert als vom Markt erwartet.
Intelligente Infrastruktur wandelt die Nachfrage nach Elektrifizierung und Rechenzentren kontinuierlich in margenstärkeres Wachstum um.Eine höhere Bewertung wäre gerechtfertigt, da SI bereits ein wichtiger Gewinnbringer ist.
Software-ARR und Xcelerator-Monetarisierung beschleunigenDadurch würde Siemens eher wie ein Unternehmen mit wiederkehrenden Einnahmen und weniger wie ein rein zyklisches Industrieunternehmen erscheinen.
Industrielle KI wird in den Bereichen digitale Zwillinge, Betriebsabläufe und Fabrikautomation sichtbar monetarisierbar.Dies würde das Vertrauen stärken, dass KI ein echter Hebel zur Gewinnmaximierung ist und nicht nur eine strategische Erzählung.

08. Schlussfolgerung

Fazit

Bis 2030 kann Siemens durchaus höher liegen, da der Geschäftsmix des Unternehmens stärker ist als früher. Die positive Entwicklung ist durchaus realistisch, hängt aber weiterhin von der Umsetzung, dem Zyklusmanagement und einer disziplinierten Bewertung ab.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Auftragsbestand für Siemens so wichtig?

Der Rekordauftragsbestand bietet eine gute Voraussicht für Infrastruktur-, Software- und Mobilitätsprojekte. Er hilft Investoren, zwischen kurzfristigen Schwankungen in der Industrie und einer tatsächlichen Nachfrageschwäche zu unterscheiden.

Ist Siemens heute eher ein Industrieunternehmen oder ein Softwareunternehmen?

Beides trifft zu. Siemens ist nach wie vor in den Bereichen Industrie und Infrastruktur engagiert, aber Software, ARR, Simulation, digitale Zwillinge und KI gewinnen für die Bewertung des Unternehmens durch Investoren zunehmend an Bedeutung.

Wie wurden die Vorhersagebereiche erstellt?

Die Spannen kombinieren den aktuellen Siemens-Aktienkurs, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) über 10 Jahre, offizielle Auftrags- und Margentrends für das Geschäftsjahr 2026, Kommentare externer Analysten sowie Szenarioanalysen zu Industrienachfrage, Softwaremonetarisierung und KI-Einführung.

Könnte KI Siemens im Laufe des nächsten Jahrzehnts wesentlich verändern?

Ja, aber der realistischste Weg ist ein schrittweiser. Künstliche Intelligenz wird Siemens eher durch eine bessere Softwareintegration, höherwertige Automatisierungsprozesse, den Einsatz digitaler Zwillinge und intelligentere Fabriken voranbringen als durch einen plötzlichen Umsatzanstieg.

Methodik und Ungültigmachung

Wie diese Siemens-Herde gebaut wurden und was sie verändern würde

Diese Szenario-Bereiche dienen als redaktionelle Rahmenbedingungen und stellen weder Versprechen noch institutionelle Zielvorgaben dar. Sie basieren auf dem Schlusskurs der Siemens-Aktie von 271,60 EUR am 14. Mai 2026 und einem Zehnjahres-Startkurs von 64,36 EUR im Mai 2016, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von ca. 15,49 % entspricht. Diese historische Wertentwicklung ist zwar hilfreich, aber allein nicht ausreichend. Wir betrachten zusätzlich den aktuellen Geschäftsmix, die Auftragseingänge im ersten und zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026, den Auftragsbestand, die jährlichen wiederkehrenden Softwareumsätze, den freien Cashflow, die Entwicklung der Bereichsmargen, die Nachfrage nach industrieller Automatisierung und die Möglichkeiten im Bereich industrieller KI.

Bei Kursrückgängen bedeutet eine Korrektur üblicherweise einen Rückgang von etwa 10 % gegenüber dem jüngsten Höchststand, ein Bärenmarkt hingegen oft eher 20 % und ein Crash einen deutlicheren Rückgang, der meist mit einem makroökonomischen Schock, politischen Umbrüchen, einer Neubewertung oder einem klaren Bruch mit der zugrunde liegenden These verbunden ist. Siemens ist weniger spekulativ als viele KI-bezogene Aktien, kann aber dennoch deutlich korrigieren, wenn sich das Wachstum der Digitalindustrie verlangsamt, sich die Smart-Infrastructure-Branche normalisiert oder Umstrukturierungsrisiken die Anleger verunsichern.

Die Datenlage ist aktuell. Siemens meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Auftragseingang von 24,1 Milliarden Euro, einen Umsatz von 19,8 Milliarden Euro, einen Auftragsbestand von 124 Milliarden Euro, wiederkehrende Softwareumsätze (ARR) von 5,5 Milliarden Euro, einen Gewinn im Industriegeschäft von 3,0 Milliarden Euro und einen freien Cashflow des Konzerns von 1,7 Milliarden Euro. Bereits das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigte eine starke Dynamik mit Rekordaufträgen im Bereich Smart Infrastructure und einer verbesserten Profitabilität sowohl bei Digital Industries als auch bei Smart Infrastructure. Auch das externe Marktumfeld ist relevant: HSBC stufte die Aktie Ende April 2026 auf „Kaufen“ hoch, während Reuters im März 2026 berichtete, dass Siemens organisatorische Veränderungen in wichtigen Geschäftsbereichen erwäge.

Was würde die positive These widerlegen? Ein tatsächlicher Rückfall in die Automatisierung, eine deutliche Verlangsamung des Wachstums intelligenter Infrastruktur, eine mangelhafte Integration erworbener Software-Assets, Margenverluste oder eine überwiegend kosmetische KI-Anwendung würden die These schwächen. Was würde die negative These widerlegen? Nachhaltiges Auftragswachstum, ein beschleunigtes Software-ARR, eine besser als befürchtete Erholung der Direktinvestitionen und eine klare Monetarisierung von KI würden das Gegenteil bewirken. Anleger sollten diese Artikel als vorläufige Analyseinstrumente betrachten, die im Zuge der Entwicklung von Aufträgen, Margen und der industriellen Nachfrage aktualisiert werden sollten.

Haftungsausschluss: Dieses Material dient ausschließlich Forschungs- und redaktionellen Zwecken, stellt keine Anlageberatung dar und sollte nicht als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Siemens AG oder damit verbundenen Wertpapieren verstanden werden.

Referenzen

Quellen